Unterbrechungen einer „Kanalreise“ sind durchaus lohnend: Etwa in den Heimatmuseen entlang des Kanals, die hervorragend aufbereitete und kurzweilig präsentierte Informationen zur jeweiligen Orts- und Regionalgeschichte bieten. Daneben offenbaren sich dem erstaunten Besucher häufig unerwartete Spezialsammlungen von internationalem Rang.
Im Stadtmuseum von Schwabach, der „europäischen Hauptstadt des Blattgoldes“, finden sich neben einer Goldschlägerwerkstatt, die größte naturkundliche Eiersammlung in ganz Europa. Ab November 2005 werden zudem auf 800 qm Modelleisenbahnen und Blechspielzeug der Firma Fleischmann gezeigt.
Um die Gewerbe von Metalldrückern und Drechslern geht es in Wendelstein, in dessen verwinkelten Gässchen sich noch viele der alten Handwerkerhäuser erhalten haben.
Roth besitzt mit Schloss Ratibor nicht nur einen der schönsten Renaissancesäle Deutschlands, sondern mit seinem Fabrikmuseum auch die beste Möglichkeit, sich über „Leonische“ Industrie zu informieren: Das Verfahren einen vergoldeten oder versilberten Faden zur Herstellung feiner Gespinste und Gewebe zu nutzen. Im Museum Eisenhammer ist zudem ein voll funktionierendes altes Hammerschmiedewerk mit 6 Hämmern zu bestaunen sowie die voll eingerichtete Wohnung eines Hammerschmiedemeisters.
Hilpoltstein, mit seiner mittelalterlich geprägten Altstadt und der zu großen Teilen erhaltenen Stadtmauer, zeigt im „Schwarzen Ross“ altes Handwerk am Bau und eine Historische Braustätte.
Über die Entwicklung der Bienenzucht seit dem Mittelalter gibt das „Zeidel“- Museum in Feucht Auskunft. Außerdem erinnert ein Raumfahrtmuseum an Hermann Oberth, den Lehrer Wernher von Brauns.
Das Universitäts-Museum in Altdorf ruft den einst in Europa glänzenden Ruf seiner „hohen Schule“ ins Gedächtnis, die Wallenstein und Leibniz zu ihren Studierenden zählte. Auch ein Fossilienkabinett beherbergt der reizvolle Ort mit seinen mächtigen Stadttoren.
In Schwarzenbrucklockt ein Sportmuseum, während sich in Burgthann das Museum auf der namensgebenden Festung mit dem Kanal selbst beschäftigt.
In der Klostermühle bei Gnadenberg-Berg ist ein Mühlenmuseum untergebracht.
Das Stadtmuseum in Neumarkt, der alten pfalzbayerischen Residenz, informiert über die Express Werke mit Hochradraritäten aus dem 19. Jh. sowie Mopeds und Motorrädern der 1950er Jahre. Über 300 Plastiken sind in Besitz des monographischen Künstlermuseums Lothar Fischer und die weltweit einzige Sammlung von Maybach-Oldtimern finden Sie im Museum für historische Maybachfahrzeuge in Neumarkt i.d.OPf.
Das Heimatmuseum mit Gluck-Ausstellung in Berching nennt eine der umfangreichsten Sammlungen alter Bauernmöbel in Bayern sein Eigen und widmet sich Christopf Willibald Gluck, der im Berchinger Stadtbereich geboren wurde. Die mittelalterliche Stadt selbst besitzt noch den komplett geschlossenen Stadtmauerring mit 13 Türmen und 4 Stadttoren.
Das Kloster Plankstetten befindet sich unweit entlang des Kanals wenn Sie Berching in Richtung Beilngries verlassen. Das Benediktinerkloster Plankstetten wurde 1129 mit der Klosterkirche gegründet. Heute finden Sie einen Klosterladen, Bio-Theke und eine Bücherei in der Klosteranlage. In Beilngries findet sich das Technikmuseum „Anno dazumal“ bei der Kratzmühle.
Das Museum Hollerhaus in Dietfurt glänzt mit einer umfangreichen Gesteins- und Fossiliensammlung, während im Mühlenmuseum die letzte laufende Mühle im Altmühltal bestaunt werden kann.
Im Hofmarkmuseum auf Schloss Eggersberg macht man Bekanntschaft mit der Versteinerung des kleinsten, nur etwa katzengroßen Sauriers der Welt, im Kristallmuseum Riedenburg dagegen mit der weltweit größten, 7,8 Tonnen schweren, Bergkristallgruppe. Den besten Überblick über die Geschichte der Region von den Neandertalern über Kelten und Römer bis ins Mittelalter bietet schließlich das Archäologische Museum in Kelheim.