Unesco-Welterbe Limes
Im Landkreis Kelheim trifft der „Limes“ auf die Donau. Dieser über 500 Kilometer lange Römerwall bildete vom 1.-3. Jahrhundert nach Christus die Grenze des Imperium Romanum und verband gleichzeitig die Donau mit dem Main.
2005 wurde seine Bedeutung durch die Aufnahme in das UNESCO Welterbe herausgestrichen.
Der Limes bestand ursprünglich nur aus einer freien Waldschneise, gesichert von patrouillierenden Soldaten. Erst Ende des 3. Jh. wurde er zur "Teufelsmauer", so seine Bezeichnung im Volksmund. Zehn Meter hohe Steintürme, die miteinander in Sichtweite standen, sorgten für eine lückenlose Grenzkontrolle. Bei Überfällen konnten die Turmbesatzungen durch Feuerzeichen und Hornsignale die Garnisonen im Hinterland alarmieren.
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Limeswachtturm in Hienheim (2009 abgebrannt, Neuaufbau geplant)
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Nachbau einer römischen Galeere auf ihrer Fahrt auf der Donau in Kelheim.
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Hadriansäule in Hienheim (Hopfenland Hallertau)
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Kohortenkastelle, Wachttürme entlang des Limes
Bei Hienheim traf der Mauerkopf des „Raetischen Limes" auf die Donau. Ein Gedenkstein, die „Hadriansäule", bezeichnet den genauen Ort. Vom Nachbau eines Wachtturmes (2009 abgebrannt, Wiederaubau geplant) gewinnt man einen guten Überblick auf den Verlauf der Grenzanlage. Die kritische Stelle, an der Limes und Donau aufeinanderstießen, sicherte das Kohortenlager Abusina. Durch Kaiser Titus um das Jahr 80 n. Chr. gegründet, diente es den Römern über einen Zeitraum von fast 350 Jahren als Stützpunkt. Hier war die 3. Britannierkohorte stationiert, ein 500 Mann starker Kavallerieverband. Die Ruinen des 147 Meter langen und 125 Meter breiten Militärlagers wurden ebenso wie die angrenzenden zivilen Bauten zu einem archäologischen Park umgestaltet.
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Nachbau eines Limesturmes in der Limes-Therme Bad Gögging
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Römer waren auch an der Donau, davon zeugen viele Ausgrabungen.
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Säule im Römerkastell Abusina in Eining
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Bad Abbach und Bad Gögging schon zur Römerzeit Oasen der Entspannung
Selbst an der Grenze des Imperium Romanum wollten die Soldaten nicht auf einen gewissen Komfort verzichten. Sie erschlossen die bis heute genutzten schwefelhaltigen Heilquellen. In Bad Gögging wurden die Anlagen eines römischen Staatsheilbades ergraben, deren Reste unter der romanischen Kirche St. Andreas der Öffentlichkeit zugänglich gemacht sind.
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Römersaune in der Kaiser-Therme Bad Abbach
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Kaiser Trajan, der erste römische Kaiser
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Römersauna in der Limes-Therme in Bad Gögging
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Limes-Therme nimmt bis heute Bezug auf ihren römischen Ursprung und bietet Spezialitäten wie etwa eine Römer-Sauna an. Dass römische Zivilisten den Weg in die Provinz fanden, beweisen die Reste zahlreicher Gutshöfe etwa in Gemling bei
Bad Abbach. Auf dem Gebiet des Ortes lag auch eine Ziegelei, die von der nahegelegenen Legion in Castra Regina, dem heutigen Regensburg, betrieben wurde.
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