Die Entstehung des Donaudurchbruchs

Blick in das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge bei KelheimDer Donaudurchbruch, der keiner ist …

Ein wirklicher Durchbruch der Donau ist die Weltenburger Enge aus geologischer Sicht nicht. Was sich hier in den massiven Jurafels zwischen Weltenburg und Kelheim eingegraben hat, war ursprünglich nur ein kleiner Nebenfluss der damaligen Donau. Die Wassermassen der Urdonau hingegen schnitten sich vor 5 Millionen Jahren weiter nördlich in die Kalktafel der Fränkischen Alb ein. So entstand das Urdonautal, das heutige Altmühltal zwischen Dollnstein und Kelheim.

Vor ca. 150.000 Jahren entstand eine Verbindung der beiden Flussbetten und die Donau übernahm das Bett ihres einstigen Nebenflusses. Die Donau legte sich also gewissermaßen in ein bereits gemachtes Bett. Und seitdem zwängt sich die Donau durch die Weltenburger Enge.

De Bienenkorb ist eine von vielen Felsformationen im Naturschutzgebiet Weltenburger Enge im Altmühltal.

Blick in das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge

Bizarre Felsformationen prägen die einzigartige Naturlanschaft der Weltenburger Enge und des Donaudurchbruchs.

Der Bienenkorb ist einer von vielen bizarren Felsformationen in der Weltenburger Enge.

Blick in die
Weltenburger Enge

Bizarre Felsformationen prägen die einzigartige Naturlanschaft der Weltenburger Enge und des Donaudurchbruchs.

Das Jurameer – ein subtropisches Unterwasserparadies

Vor rund 150 Millionen Jahren, im Erdzeitalter des Jura, war der Kelheimer Raum von einem flachen, warmen Meer bedeckt, wie wir es heute etwa aus der Karibik kennen. Korallen und Schwämme bauten damals mächtige Riffkörper aus Kalk auf, die Meereswanne und Lagunen umschlossen. Die massiven, bis zu 70 Meter senkrecht aufragenden Jurafelsen, die wir heute im Donaudurchbruch bestaunen, sind die Überreste dieser damaligen Riffe.
Typisch für die Gesteinsschichten des Jura sind Ammoniten. In großer Formfülle und bis zu einer Größe von 1,5 Metern bevölkerten diese Weichtiere die warmen Meere der Erde. Ihre spiraligen Gehäuse erinnern an Schnecken, die nächsten noch heute lebenden Verwandten der ausgestorbenen Ammoniten sind aber Tintenfische.

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