Natur in der Weltenburger Enge und im Donaudurchbruch

Blick zum Kloster WeltenburgDie Weltenburger Enge mit dem Donaudurchbruch - ein Naturschutzgebiet mit Europadiplom

Bereits 1840 hatte König Ludwig I. den Schutz des Naturwunders Donaudurchbruch angeordnet. Seit 1978 besitzt die Weltenburger Enge  das „Europadiplom“, eine vom Europarat in Straßburg verliehene Auszeichnung, der sie damit unter seine Schirmherrschaft stellt und das europäische Interesse an diesem Gebiet dokumentiert. Zugleich wird die besondere Bedeutung der Weltenburger Enge in geologischer, paläontologischer, archäologischer, kulturgeschichtlicher, floristischer und faunistischer Hinsicht unterstrichen.

Paradiesische Zustände für selten gewordene Tiere

In den Mischwäldern des Naturschutzgebiets Weltenburger Enge darf sogenanntes Totholz liegen bleiben. Hier finden Spechte, Fledermäuse und viele andere Tierarten Nahrung und Unterschlupf. Die Felsnischen und -vorsprünge werden von Wanderfalke und Uhu gern genutzt, um dort zu brüten. Im feuchten Unterholz fühlt sich der Feuersalamander wohl. Und auch die Donau ist Lebensraum für selten gewordene Tiere. Der Huchen, besser bekannt als Donaulachs, ist auf saubere Gewässer angewiesen und kann bis 1 Meter lang und 25 Kilogramm schwer werden!

Der Uhu ist im Naturschutzgebiet Weltenburger Enge heimisch.

Auch der Feuersalamander fühlt sich in der Weltenburger Enge sehr wohl.

Selten gewordene Fischarten, wie der Huchen, sind noch in der Donau in der Weltenburger Enge zu finden.

Der Uhu hat in der Weltenburger Enge ein ideales Jagdrevier gefunden.

Die Weltenburger Enge ist auch für den Feuersalamander ein idealer Ort zum Überleben.

Auch der Huchen ist in der Donau, die durch das Naturschutzgebiet fließt, heimisch.

Eiben - eine Rarität in Wäldern des Donaudurchbruchs

Im Frühling bezaubern die Mischwälder des Donaudurchbruchs mit ihrem frischen Grün in unterschiedlichsten Schattierungen und eine außergewöhnliche Farbenpracht bietet sich dem Auge bei einem Herbstspaziergang: Eiche, Buche, Linde, Ahorn und Esche sind in der Weltenburger Enge heimisch. Eine Besonderheit sind die vielen, unter Naturschutz stehenden Eiben.

Pflanzenwelt der Weltenbruger Enge

Die bizarren Felsformationen sind erstaunliche Naturerscheinungen.

Pflanzenwelt der Weltenburger Enge (Donaudurchbruch)

Pflanzenwelt der
Weltenburger Enge

Bizarre Felsformationen sind ein begleitendes Bild in der Weltenburger Enge.

Selten gewordene Pflanzen haben die Weltenburger Enge als ihre Heimat auserkoren.

Lebenskünstler Pflanzen in der Weltenburger Enge

Vor allem die exponierten Felsabsätze und Felsköpfe im Donaudurchbruch werden von echten Spezialisten unter den Pflanzen besiedelt. Extreme Hitze in der Sommersonne, nächtliche starke Auskühlung und stets großer Wassermangel verhindern, dass sonst heimische Sträucher und Bäume Fuß fassen. So überdauerten hier seit der letzten Eiszeit Arten aus den Alpen, den Steppen Osteuropas und dem Mittelmeerraum, wie z.B. das Wimpern-Perlgras oder der Ausdauernde Lattich. Letzterem sieht man nicht unmittelbar an, dass er ein naher Verwandter unseres Kopfsalates ist. Ganz im Gegensatz zu diesem bevorzugt dieses mediterrane Gewächs die trockenen, mageren Felsköpfe, auf denen man im Frühling weithin sichtbar seine blauen Blüten leuchten sieht. 

Donaukiesstrand in der Weltenburger Enge im Altmühltal

Auch den selten gewordenen Maikäfer findet man noch in der Weltenburger Enge.

Farbenprächtige Tierwelt in der Weltenburger Enge

Am Donaukiesstrand in der Weltenburger Enge findet man so manchen wunderschön geschliffenen Donaukiesel.

Im Donaudurchbruch sieht man auch noch die selten gewordenen Maikäfer.

Die Weltenburger Enge ist zur Heimat vieler selten gewordener Tier- und Pflanzenarten geworden.

Donaukiesel im Donaudurchbruch - mehr als nur Handschmeichler

Eine Kiesbank ist ein offenes Buch der Flussgeschichte. Jeder Kiesel hat nämlich einen langen Weg hinter sich, der als Felsbrocken beginnt. Durch die Kraft des Wassers vielfach gebrochen, gerollt und geschliffen, erhält er seine Form. Je runder und glatter deer Stein ist, desto länger war er unterwegs. Farbe und Struktur geben Auskunft über Gesteinsart und Herkunft. Besonders auffallend sind die sogenannten Radiolarite, rote Kiesel mit weißen Adern. Sie stammen aus den Alpen. Die flachen unter ihnen können bei geübtem Wurf federleicht übers Wasser springen. Andere sind einfach schön anzusehen und verschwinden als "Handschmeichler" und Erinnerung in so mancher Jackentasche … 

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